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Diese Garnelen erhielt ich von Klaus Haber. Welche Art das ist, wusste er nicht, er hatte sie ebenfalls ohne Bezeichnung bekommen. Solche und ähnliche Garnelen werden in vielen Aquarien gepflegt und kurzerhand Glasgarnelen, Rückenstrichgarnelen oder gar Invasionsgarnelen genannt.
Vier dieser Garnelen wurden zur Bestimmung zu Werner Klotz gebracht. Hier das Ergebnis seiner Untersuchung:
"Ich habe 4 Stück Garnelen zur Bestimmung erhalten und mich gleich gestern Nacht noch an's Mikroskop gesetzt. Das birnenförmig verbreitete Endopod und der basal lokalisierte Appendix interna des 1. Schwimmbeinpaares eines männlichen Tieres spricht eindeutig für die Gattung Neocaridina. Über die Rostrumform und -Formel, einen winzigen Zahn am Pterygostomialwinkel, dem kurzen Styloceriten und die Längenverhältnisse der beiden scherentragenden Schreitbeinpaare kann die Art dann leicht eingegrenzt werden. Wie ich vermutet habe, handelt es sich um Neocaridina denticulata, einer Art, welche sich in den letzten Jahren weltweit nicht nur in den Aquarien ausbreitet. Ausgehend von wenigen Gewässern in Südostasien hat sich die Art über ganz China ausgebreitet, so dass sie heute in jedem chinesischen See zu finden ist. Auch über Polynesien erfolgte eine Verbreitung. Auf Hawai ist die Art ebenfalls zu finden, dort ist sie jedoch aus Aquarien entkommen. In der mailing-Liste der AGW wurde kürzlich berichtet, dass diese Garnelen in einem Gartenteich in Deutschland unter einer mehrere cm dicken Eisschicht den Winter überlebt haben - so dass eine Ausbreitung auch bei uns in Europa nicht mehr ausgeschlossen werden kann." (Werner Klotz, Juni 2003) Mittlerweile hat Werner noch herausgefunden, dass es sich um die Unterart sinensis von N. denticulata handelt. Sehr interessante Ausführungen von Werner Klotz zu den Bestimmungsmerkmalen der Neocaridina kann man hier http://www.wirbellose.de/klotz/index.html nachlesen.
Meine "Glasgarnelen" vermehren sich munter, fressen viele Algen. Im Moment werden sie bei KH 10, 24° C gehalten, jedoch kamen sie auch mit
KH 1 hervorragend zurecht und bekamen reichlich Nachwuchs.
Bienengarnelen sind dreifarbig, orange, weiß und schwarz, ähnlich den Hummeln. Die Weibchen sind größer und an dem heruntergezogenen Panzer gut zu erkennen.
Haltung: Hier in KH 1,5, pH 6,5, 25° C, das Aquarium ist dicht bewachsen, mit Javamoos und vielen Wasserpflanzen. Futter: Algen, Granulat, Spirulina-Tabletten, Frostfutter wie rote und schwarze Mückenlarven. Vermehrung: Nach ca. vierwöchiger Tragezeit entlässt das Weibchen die fertig entwickelten, aber ganz winzigen Jungen. Geschlechtsreif nach 4 - 5 Monaten.
Wie der Name schon sagt, die Crystal Red fallen durch kräftig rote Streifen auf. Die Weibchen sind größer (ca. 25 mm) als die Männchen (ca. 20 mm).
Haltung: Hier in KH unter 1, pH 6,5, 22 - 23° C, das Aquarium ist dicht bewachsen, mit Javamoos und vielen Wasserpflanzen. Futter: Algen, Granulat, Spirulina-Tabletten, Frostfutter wie rote und schwarze Mückenlarven. Vermulmte Becken sind für sie von Vorteil. Vermehrung: Nach ca. vierwöchiger Tragezeit bringt das Weibchen fertig entwickelte Junge zur Welt. Angeblich leben die Crystal Red versteckter als Bienen- oder andere Garnelen. Ich kann das jedoch nicht bestätigen. Hier bewohnen 8 dieser Garnelen ein 60 cm Aquarium und sie sind fast immer zu sehen. Interessante Informationen und Artbeschreibungen zu Garnelen, Schnecken, Krebse und Krabben findet man bei
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